Patientenstelle Aktuell
Ausgabe 2/09
Liebe Leserinnen, Liebe Leser
Die Herbstmonate waren sehr schön und angenehm mild. Im Gegensatz dazu hat es im Blätterwald der Medien laut geraschelt, weil die Krankenkassenprämien zum Teil massiv angestiegen sind. Bis zu einem Viertel der Bevölkerung soll den Wunsch nach einem Krankenkassewechsel geäussert haben, um von billigeren Kassen profitieren zu können. Ob dies tatsächlich zutreffen wird, werden wir erst in Zukunft sehen. In den letzten Jahren gab es ähnlich lautende Schlagzeilen, doch hat sich konkret nicht viel geändert. Wir sind daher von Seiten der Patientenstelle gespannt darauf, ob ein grosser Wechsel auf sogenannte Billigkrankenkassen stattfindet oder nicht. Auf der Patientenstelle ist aber feststellbar, dass ein grosser Teil der Bevölkerung zu wenig informiert ist über die Grundund Zusatzversicherungen und die verschiedenen Möglichkeiten, bei den Prämien Kosten einzusparen. Solange dieses Unwissen anhält, zahlen die Leute auch zuviel für ihre Krankenversicherung. Die Patientenstelle Basel berät Patienten seit Jahren persönlich und kompetent über Sparmöglichkeiten. Nutzen Sie unser Angebot und rufen Sie uns an. In diesem Heft finden Sie unter anderem einen Beitrag von Vorstandsmitglied Simone Abt zu einem neuen Gesetzesentwurf des Kantons Baselland über Massnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Dieses Gesetz basiert auf einem einzigen Fall, der letztes Jahr die Schlagzeilen der Presse dominiert hat. Bekanntlich gibt es ein amerikanisches Sprichwort: "bad cases make bad law". Auch in diesem Fall stellt sich die Frage, ob es notwendig ist, dass ein Kanton gesetzgeberisch tätig wird, wenn bekannt ist, dass der Bund genau diese Frage in naher Zukunft gesamtschweizerisch lösen will. Bilden Sie sich eine eigene Meinung und lesen Sie den Artikel von Simone Abt.
Martin Lutz
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